Fortsetzung Törnberichte zurück
Auf Grund von Verpflichtungen zu Hause können wir auch in 2014 erst wieder im Juli zu unserem Sommertörn starten. Da es nicht wie eigentlich geplant nach Norwegen gehen soll, wollen wir es in diesem Jahr recht ruhig angehen.                                                                                                                                      In 2012 führte unser Törn auf einer größeren Ostseerunde zu den Länder Polen, Litauen, Lettland, Estland, Finnland und Schweden. Dabei wurde allerdings die gesamte Danziger-Bucht übersprungen und gleich von Wladyslawowo/Polen in einer Nachtfahrt bis Klaipėda/Litauen gesegelt, oder besser gesagt: motort. In diesem Jahr wollen wir also der in 2012 übersprungenen Bucht von Danzig einen Besuch abstatten und nicht weiter segeln. Nach Möglichkeit nur segeln und nur dann motoren, wenn es gar nicht anders geht. Ansonsten wollen wir auf den richtigen Wind aus der richtigen Richtung warten. Wir haben ja Zeit. Am ersten Tag wird der Kurs nach Kühlungsborn abgesteckt um diesem schönen Hafen mal wieder einen Besuch abzustatten. Das Ambiente der „Hafenmeile“ fasziniert uns wieder aufs Neue. Es ist schon toll, was mit dem Solidarbeitrag der letzten Jahrzehnte geschaffen wurde. Schade, dass diese Entwicklung des Ausbaus in den Häfen der alten Bundesländer völlig vorbei gegangen ist und hier so gut wie keine Verbesserungen festzustellen sind. Am nächsten Tag passiert Anita beim Übersteigen der Reling zum holländischen Nachbarn ein Missgeschick. Irgendwie verdreht sie sich das rechte Knie und hat höllische Schmerzen. Es hilft alles nichts, dass muss durch einen Arzt in Augenschein genommen werden. Der verständigte Rettungssanitäter sprach an Bord der Tauranga etwas von “MRT” und man müsse sie zum nächsten Krankenhaus in Bad Doberan mitnehmen. Als Anita 2 Stunden später per Taxi wieder zurück kam (ich durfte nicht mitfahren), berichtete sie, dass man nichts feststellen konnte und in dem Kranken- haus überhaupt keine MRT (Magnetresonanztomographie) infolge fehlender Geräte möglich gewesen wäre! (?) (Um es vorwegzunehmen, konnte sie trotz des Handicaps und den langsam nachlassenden Schmerzen die nächsten Tage, Wochen und Monate recht gut überstehen. Erst zu Hause in Kassel wurde dann eine Kernspintomographie gemacht und in der Folge auch am Knie operiert). So entschieden wir uns bereits am Nachmittag des nächsten Tages bei leichtem Wind die kurze Strecke (ca. 12 sm) nach Warnemünde unter größer Vorsicht und Berücksichtigung ihrer Verletzung zurück zu legen. So schön Kühlungsborn auch ist, aber längere Zeit wollen wir dort eigentlich nicht verbringen. Zumal sich für uns die Attraktivität des Ortes eigentlich auf die Hafenmeile beschränkt. Ganz anders als Warnemünde. Dabei tendieren wir nicht zur sehr modernen 5 Sterne Yachthafen-Residenz „Hohe Düne“, die mit sehr viel Geld nach der Wende mit seinem südlichem Flair aus dem Boden/Wasser gestampft wurde, sondern zum „Alten Strom“. Ausgerechnet zur Warnemünder Woche sind wir hier eingelaufen, hier steppt der Bär. Wer Ruhe und Entspannung sucht, ist hier fehl am Platz. Uns gefällt´s!
Sommertörn 2014