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Entlang des Alten Stromes steht Verkaufsstand an Verkaufsstand - Bude an Bude, es gibt eigentlich nichts, was hier nicht angeboten wird. Außer Fischbrötchen! Aber die werden ja wie eh und je direkt von den Kuttern verkauft. Dazwischen, und auch auf der Fußgängerbrücke, immer wieder Gaukler die auf einer mitgebrachten Kiste stehen und in der Bewegung innehalten. Und doch erschrickt sich der ein oder andere Vorbeigehende, der hier eine „Statue“ vermutete, die sich nun doch überraschender Weise bewegt. Dabei sind sie doch eigentlich leicht an den kleinen Kästchen zu erkennen, die direkt vor ihnen stehen um darin ihre „Gage“ zu sammeln. Direkt neben dem Alten Leuchtturm, schon im Bereich der Strandpromenade, ist eine große Bühne aufgebaut. Hier kann es auch schon mal richtig laut werden, wenn kleine und große Bands für jeden Geschmack etwas zum Besten geben. Wir werden sehr stark an das Stadtfest in Kassel erinnert, auf dem es ähnlich zugeht. Auch das Gedränge ist fast vergleichbar, wo kommen nur all die Menschen her? Südlich der Fußgängerbrücke des Alten Stroms ist es tagsüber auch sehr laut. Hier findet das Drachenbootfestival statt, bei der ständig bis zu 6 Boote unterwegs sind und neben dem rhythmischen Trommeln die Lautsprecherdurchsagen, wie  „Are you ready, Attention, Go!"! für eine ordentliche Schallkulisse  sorgen. Hier werden über mehrere Tage nicht die besten Regattasegler ermittelt, sondern die Crew, die am geschicktesten und schnellsten die Paddel einsetzen kann um das über 12 m lange Boot mit bis zu 22 Personen an Bord in der kürzesten Zeit über die 280 m lange Regattastrecke bringen kann. Wahnsinn! Hier sind ständig über 100 Personen auf dem Wasser und alle paar Minuten ein neuer Start mit 4 Booten gleichzeitig. Hier sind gefühlte 1000 Teilnehmer unterwegs, die sich zwischen den Ausscheidungsläufen in und um ihre Mannschaftszelte entlang der Regatta- stecke ausruhen. Mit dem Ende der Warnemünder-Woche verlassen auch wir am 13. Juli unseren mittlerweile angestammten Liegeplatz an der Fußgängerbrücke und segeln unter günstigen Winden die ~ 70sm nach Glowe auf Rügen. Da uns hier am nächsten Tag eine Regenfront erreicht, bleiben wir einen Tag länger (wir haben ja Zeit) und segeln erst am nächsten Tag, vorbei am den Kreidefelsen der Stubbenkammer und dem Königsstuhl, gemächlich zum knapp 15 sm entfernten Hafen von Sassnitz.
Sommertörn 2014 - 2
Ein toller Sonnenuntergang mit Capirinha Das Drachenbootrennen auf dem südlichen Altem Strom Die Fußgängerbrücke über den Alten Strom