Sommertörn 2012 Endlich geht es los. 3 ½ Stunden nach der „Jovel“ verlassen auch wir unseren Heimathafen Burgtiefe auf Fehmarn und folgen ihrem Kielwasser in Richtung Warnemünde, unserem ersten Ziel des Sommertörns 2012. Wir sind einfach nicht früher fertig geworden. Nicht zuletzt deshalb, weil der Einbau unserer neuen Errungenschaft, ein Schlepp- generator, doch mehr Zeit in Anspruch nahm als gedacht. Ein letzter Blick zum Cafe Sorgenfrei, dessen Terrasse jetzt um 13:45 Uhr an diesem 10. Juli noch ausreichend freie Plätze bietet. Noch im Fahrwasser wird  bei 3 bis 4 Bft. aus West die Genua ausgerollt und mit diesem Vorsegel an Backbord, ohne das Großsegel bemühen zu müssen, der Bug grob nach Südost gesteuert. Um ehrlich zu sein, wollen wir uns das Setzen des Großsegels und das anschließende mühsame Bergen vor dem Zielhafen ersparen. Außerdem reichen uns heute die 5 bis 6 kn Fahrt mit diesem Vorsegel völlig aus. Schnell noch den Cursor vom Navigationsplotter zur Mündung der Warne geschoben, Taste: go to cursor (dabei entsteht ein WP), den Autopiloten auf den Plotterkurs von 110 Grad korrigieren und schon bringt uns die Tauranga ganz allein zu unserem heutigen Ziel Warnemünde. Bei wenig Welle an diesem Tag habe ich Zeit, meine ersten Erfahrungen mit dem „SailingGen“, unserem Schleppgenerator, zu machen. Er ist elektrisch noch nicht mit dem Bordnetz verbunden und befindet sich noch in aufgeholter Stellung am Heckspiegel, also noch nicht im Wasser.                                                               Ich löse die Sorgleine und der Generator schwingt nach unten in sein  Element. Sofort dreht                                                               sich der Propeller und bringt den Gen auf Drehzahl. Einen Geschwindigkeitsverlust des Bootes                                                               kann ich nicht feststellen, obwohl der 12“ Prop einen nicht unerheblichen Wasserwiderstand                                                               darstellt. Auch die Geräuschentwicklung hält sich in Grenzen, da der Entwickler dieses                                                               Generators, Herr Prof. Dr. Ing. Armin Horn, im neuen PA6-Halter insgesamt vier Silentblöcke                                                               integriert hat, um mit diesen als Schwingungsdämpfer die Geräusche zu minimieren.                                                               Schade dass er noch nicht angeschlossen ist und die erzeugte Strommenge noch nicht gemessen                                                               werden kann. Die Bedingungen für eine Testfahrt wären an diesem Tag wirklich gut gewesen. Nach 1 ½ Stunden lässt der Wind nach um gg. 15.45 Uhr völlig einzuschlafen. Es nutzt alles nichts, der Generator wird wieder aus dem Wasser gezogen und der Einbaudiesel gestartet, er muss uns jetzt ersatzweise für den fehlenden Wind zum heutigen Ziel bringen. Schade, dass wir nicht früher ablegen und gemeinsam mit der Jovel, dem Schiff unserer Stegnachbarn, den zunächst vorhandenen Wind nutzen konnten. Sie ist bestimmt schon in Hafennähe, wenn nicht sogar schon fest. Es dauert auch nicht mehr lange als sich Franz von der Jovel über Seefunk meldet und uns mitteilt, dass wir nicht wie abgesprochen in den Alten Strom können, da dieser für die Teilnehmer der Warnemünder Woche reserviert und somit für alle anderen gesperrt ist. Da auch der Hafen Mittelmole voll belegt ist, bleibt uns nur der Yachthafen Hohe Düne, in dem wir rückwärts in eine freie Box anlegen. Franz und Anette nehmen die Heckleinen entgegen - wir sind fest. Nun hören wir auch, dass sie auch nicht durchsegeln konnten. Auch sie mussten wegen fehlendem Wind die letzten 5 bis 6 sm motoren.
Fortsetzung Törnberichte