Sommertörn 2019 - 2
      bald weiter
Dänemark empfängt uns mit bestem Sommerwetter und wir lassen es uns nicht nehmen am nächsten Tag bis zu den Kreidefelsen zu laufen. Vorbei an einzelnen Gehöften und abgelegenen Häusern. Wer wohnt denn hier, was machen die denn im Winter? Fragt sich nicht nur Anita. Man muss schon die Einsamkeit und Abgeschiedenheit mögen um hier dauerhaft zu wohnen. Aber vermutlich haben die Dänen eine andere Vorstellung des urbanen Wohnens, als das bei uns der Fall ist. Hier gibt es keinen Supermarkt der fußläufig zu erreichen wäre, es gibt selbst im großen Radius überhaupt keine Einkaufsmöglichkeit, keine Schule,  - einfach nichts! Die 7 km Fußmarsch liegen uns doch in den Knochen und wir gönnen uns für die Rückfahrt den Linienbus, der doch tatsächlich jede Stunde fährt. Am nächsten Tag geht es bei wenig Wind weiter nach Norden. Kopenhagen wird wohl kaum möglich sein, und so bleibt uns nichts anderes, als einen Hafen auf halber Strecke anzulaufen. Es ist Rödvig, oder um es in der Sprache der Dänen zu sagen, im Rødvig Lystbådehavn!  Hier war die Tauranga schon einmal. Damals, mit 2 Kollegen an Bord, auch auf dem Weg nach Kopenhagen. Auch bei zu wenig Wind. Über Rødvig gibt es nicht viel zu erwähnen, es ist ein kleiner Ort  mit weniger als 2000 Einwohnern, der wohl hauptsächlich um den Hafen herum entstanden ist. Außerdem hat dieser Ort einen Bahnhof, der die Endstation eines Nebengleises darstellt. Das war´s aber auch schon. Wie schon zuvor auf den Weg nach Rødvig, müssen wir auch am nächsten Tag bei wenig Wind hauptsächlich motoren. Aber die Aussicht auf einen Liegeplatz im Nyhavn, der ein zentraler Hafen in der dänischen Hauptstadt darstellt, lässt diese Untugend eines Seglers schnell vergessen. Hoffentlich bekommen wir dort überhaupt einen Liegeplatz, hoffentlich ist der Hafen noch frei zugänglich und nicht gesperrt. Denn dann müsste man wieder in den anderen Hafen „Langelinie“ zurückfahren. Dort liegt man im fast runden Hafen mit Heckmoorings und dem Bug zum Kai. Obwohl sich der Hafen in unmittelbarer Nähe der „Kleinen Meerjungfrau“ befindet und vor dem Hafen mittlerweile keine Schnellfähren mehr starten (mit dem Nachteil eines enormen Schwell´s der in den Hafen lief), liegt man dort weit abseits von der City. Lange Fußmärsche wären vorprogrammiert. Seit unseren letzten Besuch hat sich einiges verändert, der Nyhavn scheint bei Annäherung überhaupt nicht mehr existent zu sein. Die Zufahrt endet mit einer neu errichteten Brücke für Fußgänger und Radfahrer. Aber, wir wollen schon wenden, können wir doch noch die Einfahrt unmittelbar vor der neuen Brücke erkennen und, wir dürfen auch rein und finden sogar einen Liegeplatz                                                                                           Im Gegensatz zum trostlosen letzten Hafen steppt                                                                                           hier der Bär! Tausende Personen und unzählige                                                                                           Radfahrer bevölkern die Straßen, Wege und Plätze.                                                                                           Hunderte Elektro-Tretroller, wie sie in Deutschland                                                                                           derzeit noch nicht zugelassen sind, sind hier unterwegs                                                                                           und gehören zum Stadtbild. Es ist einfach unglaublich!                                                                                            Die Dinger kann man überall mieten und stehen bzw.                                                                                           liegen an jeder Ecke. Wie wir selbst beobachten konnten, werden die Roller an der Stelle abgestellt, an der die bezahlte Mietdauer abgelaufen ist und sie einfach stehen bleiben Somit stehen die Dinger praktisch überall in der ganzen Stadt. Benutzt werden sie hier von einer und öfter auch von zwei Personen und sind verdammt flott unterwegs. Aber, so meine Einschätzung, sie werden zur Plage für das Fußvolk. Offenbar haben sie ein eingebautes GPS, denn nach Gebrauch werden sie wieder eingesammelt, aufgeladen und wieder der erneuten Nutzung zugeführt. Ob das in Deutschland auch so kommen wird. Ich hoffe nicht! Im Bild rechts haben sich hunderte Dänen zusammengefunden um u.a. auch an dieser Stelle beim Entzünden des Mittsommernachts-Feuers dabei zu sein.
Unser Liegeplatz im Nyhavn - in der City der Stadt Warten auf das Entzünden des Mittsommernachts-Feuer weiter
                                                                                        Auch hier im Kanalhafen haben sich Hunderte zusammen-                                                                                          gefunden um das Entzünden und Abbrennen des Feuers                                                                                          zu beobachten. Mittsommer-Feuers zu verfolgen                             
Es brennt - und wie Das Mittsommer-Feuer vor dem Anzünden