Fortsetzung Törnberichte zurück 18.
02.08.2012. Bei strahlendem Sonnenschein erreichen wir um 15.00 Uhr die Mündung der Daugava (Düna), und damit die Einfahrt von Riga, der Hauptstadt von Lettland und größten Stadt des Baltikums.  Von der Mündung bis zu unserem Liegeplatz sind es noch 7 sm. Um den richtigen Abzweig zu finden, setzte ich schon jetzt am Plotter einen WP genau auf die Steganlage des Yachthafens. Nach fast 2 Stunden zeigt mir unsere Kurslinie genau in ein linkerhand liegendes Becken der großen Hafenanlage. Auch kann ich mit dem Fernglas schon die Stege erkennen.  Also wird hier nach links abgebogen und die Yachten an den Stegen anvisiert. Merkwürdigerweise fährt die hinter uns liegende Jovel aber weiter geradeaus. Ob Franz noch etwas besichtigen will? Wir näheren uns den Stegen, aber das Kreuz des WP erscheint nicht auf dem Plotter! In einem größeren Maßstab des Plotterbildschirms wird klar, wir sind falsch abgebogen. Die Linie zum WP passte zwar 100 %ig in dieses Hafenbecken, das Kreuz selbst und somit unser Ziel lag exakt auf dieser Linie, aber erst eine 1/2 sm weiter, -genau dahinter. Also wieder raus aus diesem Becken und zurück zum Fahrwasser. Als wir auch am richtigen Steg im Yh Andrejosta sind, hatte die Jovel längst festgemacht. Warum hat uns Franz in das falsche Becken abbiegen lassen, obwohl er den Fehler bemerkte und keinen Hinweis über UKW  gab ...? Vielleicht hätte ich es mir verkneifen sollen, ihn am Abend des Vortages auf ein falsch getrimmtes Groß, eine viel zu dicht geholte Großschot auf dem anliegenden Raumwindkurs hinzuweisen. So ganz von ungefähr kam der Hinweis von mir natürlich nicht. Wir segelten nämlich auf kurze Distanz zueinander mit guter Geschwindigkeit. Dabei schoss ich ein paar Schnappschüsse mit der Kamera von der Jovel (normalerweise freut sich jeder Eigner über ein paar schöne Bilder von seinem Schiff, erst recht unter Segel). Da die Tauranga wie auf Schienen unter Autopilot lief, bot sich ein solches Fotoshooting zu dem Zeitpunkt geradezu an. Als ich auf den Film- modus umschaltete und erneut den Auslöser betätigte um auch eine Filmsequenz vom Kielwasser der vorausliegenden Jovel abzuspeichern, geschah genau das, was man normalerweise nicht vor die Linse bekommt. Auf Grund der schon erwähnten zu dicht geholten Großschot wird die Yacht luvgierig und Anette kann die Jovel nicht mehr auf Kurs halten. Zwangsläufig kommt es zu einem sogenannten Sonnenschuss -in HD aufgezeichnet. Das muss Franz wohl mitbekommen haben, als er aus dem Salon stürmte und die Jovel wieder auf Kurs brachte. Andererseits hatte er mich doch noch gefragt, ob wir unseren Kurs geändert hätten oder ob die Jovel durch den “Aufschießer” tatsächlich so weit nach Luv gekommen war? Ich denke, er hatte sich nicht gefreut und ließ mich nun bewusst in das falsche Hafenbecken abbiegen. Bis heute hat er die Bilder und vor allem den Film nicht gesehen, -nicht sehen wollen. Deshalb revangiere ich mich jetzt und stelle hier den Link dazu ein.
Lt. rechts des Fahrwassers im Fahrwasser eine seltene Tagelage an einer SY auf der anderen Seite