Fortsetzung Törnberichte zurück
Wie schon zuvor, sind wir auch in Łeba und dem gleichnamigen Fluss zum ersten Mal. Im Gegensatz zu Ustka gibt es hier in der Nähe Natur pur zu bewundern. Wir hatten Sie schon von See aus gesehen, die ausgedehnten Wanderdünen (Wydma Łącka) zwischen dem Lebasee und der Ostsee, die hier zum Nationalpark wurden. Das reale Ausmaß wollten wir natürlich vor Ort besichtigen und fahren mit Anette und Franz in einem Elektrobähnchen zu diesem beliebten Ausflugsziel. Nach etwa der Hälfte der Strecke ist unsere Fahrt in Rabka zu ende. Von hier aus kann man zu Fuß weiter und die restliche Strecke bewältigen. Es sind aber immer noch endlos erscheinende 5,5 km und unsere Seebeine ver- mitteln nicht das Gefühl, als ob sie diese Strecke unbedingt zurücklegen wollten. Außerdem müsste man ja die gleiche Strecke auch wieder zurück! Also werden nochmals Tickets gekauft und eine weitere Bahn mit Elektroantrieb geentert. Eine gute Wahl, denn am Ziel angekommen musste man erst einmal auf diese riesigen Dünen rauf kommen. Auch hier superfeiner Sand. Bei jedem Schritt auf diese “white Mountains” rutscht man ca. 40 % wieder zurück. Bei 35 bzw. 40 Höhenmetern (Franz sprach sogar von 80 m) nicht ganz einfach für die ungeübten Seglerlungen. Natürlich waren auch wir irgendwann oben und konnten von dort aus die tatsächlichen Ausmaße dieser Dünen erahnen. Sand soweit das Auge reichte. Wenn man nicht genau gewusst hätte, dass es tatsächlich Sand war, hätte einem das eigene Auge auch eine Winterlandschaft vorgaukeln können. Schon allein deshalb, weil  hier auch Zäune aufgestellt waren, die durchaus auch Schneefangzäune hätten sein können. Tatsächlich dienen sie hier natürlich der Sicherung der Dünen und begrenzen die freigegebenen Areals, die von den Besuchern betreten werden dürfen.
Durch einen schmalen Weg durch die Dünenformation erreichen wir den Strand und sehen den Küstenabschnitt, an dem wir gestern vorbei- gesegelt sind. Diesmal halt aus einer anderen Perspektive. Mit nachhaltigen Eindrücken im Hinterkopf erreichen wir unsere  Ausgangsposition und sind froh, dass wir uns endlich wieder auf den gepolsterten Sitzplätzen der Elektrobahn niederlassen können und nicht zu Fuß laufen müssen. So im Nachhinein betrachtet, waren die Logistiger für den Einsatz der Elektrobahn schon recht clever. Man bezahlt bereitwillig in Łeba das Ticket für die Bahn weil man glaubt, damit bis zu den Dünen zu kommen. Wer von den vielen Touristen weiß denn schon, dass das Ziel der Bahn mit dem angegebenem “Rabka” erst auf knapp der Hälfte der Strecke liegt? Würde man gleich den Fahrpreis für die gesamte Strecke genannt bekommen, wären sicherlich die wenigsten bereit diesen auch zu bezahlen. Das gilt natürlich ganz besonders für die Urlauber aus dem eigenem Land, deren Einkommen bei weiten nicht mit denen der westlichen Länder vergleichbar ist. So erklärt sich dann auch, warum auf der 5,5 km langen Strecke zwischen Rabka und den Dünen doch sehr viele Besucher zu Fuß unterwegs waren. Zum groß Teil mit kleinen Kindern auf den Schultern, weil diese einfach nicht mehr laufen konnten. Zu guter letzt wurde dann ja auch noch der Eintritt für den eigentlichen Nationalpark, also für die “Dünenbesteigung” fällig.
10. Start in Leba mit der Elektrobahn Endstation - alles aussteigen das könnte auch eine Schneelandschaft sein Durchgang zum Strand